Katholischer Deutscher Frauenbund Schierling

   
Gerümpel ist magnetisch, es zieht an

Sabine Meckl referierte über Gerümpel aller Art und wie man es los wird

„Ob Dinge Gerümpel sind, liegt im Auge des Betrachters“, erklärte die Sozialpädagogin Sabine Meckl bei ihrem Vortrag beim Schierlinger KDFB. „Was ist Gerümpel? Was macht Gerümpel mit uns? Wie geht entrümpeln?“ Diese Fragen stellte sie erst in den Raum und beantwortete sie dann ausführlich.

Die KDFB-Vorsitzenden Maria Koller (rechts) und Hedwig Spiegel (links)
dankten der Sozialpädagogin Sabine Meckl am Ende mit einem
kleinen Geschenk für den sehr informativen Vortrag.

Die Schierlinger KDFB-Vorsitzende Maria Koller begrüßte im katholischen Pfarrheim die zahlreichen Besucherinnen sowie die Referentin Sabine Meckl. Diese stellte sich gleich vor und erzählte, dass sie sich seit einem Umzug näher mit dem Thema des Abends „Entrümpeln befreit – befreit entrümpeln“ befasst. Als erstes stellte sie die Frage in den Raum: „Wo gibt es Gerümpel?“ Keller, Speicher, Oseidl, Kleiderschrank, Regale, Garage und Schuppen wurden als Orte genannt, an denen man Sachen deponiert, die man irgendwann wieder mal brauchen könnte, an denen Erinnerungen hängen oder die schließlich einmal teuer waren.

„Jeder sieht etwas anderes als Gerümpel an. Und die Menge macht’s. Zu viel von was Gutem ist auch Gerümpel. Alles, was Stress macht und unangenehme Gefühle verursacht, ist Gerümpel. Das können alte oder neue Dinge sein, die man eigentlich nicht braucht oder nicht mehr mag. Das können aber auch unerledigte Aufgaben sein, die eine Person belasten. Manche Menschen sammeln Sachen an, um damit ihre Einsamkeit oder Langeweile zu unterdrücken. Aber dieser Krempel engt ein. Er macht müde, lethargisch oder sogar depressiv. Man kann nicht mehr frei atmen“, erläuterte Sabine Meckl.

Wer sich zum Entrümpeln aufgerafft hat, setze damit positive Energie frei. Man solle sich beim Ausmisten Zeit nehmen, sich von Dingen, an denen Erinnerungen hängen, zu verabschieden und sie gehen zu lassen. Das bringe Lebensfreude zurück und mache den Menschen frei, sich auf die Zukunft zu konzentrieren und die Vergangenheit loszulassen. Wichtig sei auch, sich beim Entrümpeln nicht zu viel auf einmal vorzunehmen. Öfter wenig machen schaffe man leichter als vieles auf einmal.

„Man muss auch nicht alles wegwerfen. Manche Teile kann man verschenken oder an eine soziale Einrichtung spenden“, schlug die Referentin vor. Sie empfahl, sich beim Entrümpeln oder auch bei Neuanschaffungen zu jedem Gegenstand immer diese drei Fragen zu stellen: „Brauch ich dich wirklich? Erleichterst du mein Leben? Machst du mich glücklich?“ Wenn man nicht mindestens zwei, am besten alle drei Fragen mit einem klaren „Ja“ beantworten könne, brauche man dieses Teil nicht wirklich.

„Man kann Dinge leichter loslassen, wenn man seinen Lebensstil nicht so sehr auf Konsum ausrichtet“, betonte Meckl. Zum Abschluss las sie noch einen Absatz aus dem neuen Testament vor, in dem es darum ging, sich im Leben nicht vorrangig um die materiellen Dinge zu sorgen. Nach dem Vortrag bedankten sich die KDFB-Vorsitzenden Maria Koller und Hedwig Spiegel mit einem kleinen Geschenk bei Sabine Meckl für die aufschlussreichen Ausführungen und die motivierenden Tipps zum Entrümpeln.

Sie wiesen auch auf die After-Work-Party hin, die der Schierlinger Frauenbund am Dienstag, 27. September, ab 18 Uhr für alle jungen und jung gebliebenen Frauen aus Schierling und Umgebung in den Räumen der Bücherei am Rathausplatz 25 veranstaltet.

   




   

   


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